Ausbildungsmesse „startklar!“ am 7. November

HAZ / Calenberger Zeitung, 07.10.2019 – Von Stephan Hartung

Am Donnerstag, 7. November, findet in der Aula der MCS von 13 bis 18 Uhr die mittlerweile fünfte Auflage statt. „Wir haben 29 Stände und 34 teilnehmende Betriebe. Das ist absoluter Rekord“, sagt Torsten Jung, Wirtschaftsförderer der Stadt Ronnenberg. 2014 gab es bereits eine Ausbildungsmesse, seit 2016 lautet der Name der Veranstaltung startklar. „Damals haben wir mit 18 Firmen angefangen. In den Jahren danach ist die Zahl sukzessive gewachsen, 2018 waren es schon 26“, berichtet Nadine Neubauer, Leiterin des Hauptschulzweigs der MCS. Die Schule ist mit der Stadt Ronnenberg zusammen Veranstalterin von startklar.

Großes Engagement der Schülerfirma: Für die Steigerung der Teilnehmerzahlen sorgte nicht nur der steigende Bekanntheitsgrad der Veranstaltung, sondern auch das Engagement der MCS-Schülerfirma. „Die Schüler haben viele Betriebe aufgesucht und persönlich eingeladen“, berichtet Neubauer. Man habe zwar keine Zahlen vorliegen, wie viele dieser Einladungen erfolgreich waren, sagt sie. „Aber ein paar zusätzliche Teilnehmer hat es bestimmt gebracht.“ Besonders zufrieden sind die beiden Kooperationspartner über den Branchen-Mix. „Wir haben große Unternehmen dabei wie Volkswagen, aber auch kleinere und lokale Betriebe aus Ronnenberg“, sagt Jung. Auch handwerkliche Branche seien vertreten, „etwas mehr wäre aber wünschenswert“, sagt Jung, dessen Vision ein XXL-Stand ist, an dem das Spektrum der handwerklichen Vielfalt gezeigt wird.

Messe ist verpflichtend für Hauptschüler: Noch können sich Betriebe für die Ausbildungsmesse bei der Wirtschaftsförderung im Rathaus anmelden, auch wenn die Kapazität in Aula und Foyer schon knapp wird. „Bis zu 40 könnten wir aufnehmen“, sagt Jung. Man gehe aber auch proaktiv vor und werde an 50 Standorten in Ronnenberg Plakatierungen vornehmen und auf die Messe öffentlichkeitswirksam hinweisen, sagt der Wirtschaftsförderer. Die Messe ist verpflichtend für die Hauptschüler der Jahrgänge acht bis zehn sowie für die Realschüler der Klassen neun und zehn. Das sind mehr als 300 Schüler, die definitiv erreicht werden. Die Gymnasiasten und die Oberstufenschüler können freiwillig „startklar“ sein. Was für alle gilt: sich über Berufe informieren und an den Ständen mit den Mitarbitern der Betriebe ins Gespräch kommen. Im Unterricht gibt es die Vorbereitung auf die Messe. „Die Schüler sollen sich über die Ausbildungsbetriebe informieren. Sie erhalten auch einen Fragebogen, lernen zudem im Unterricht in Rollenspielen den Small-Talk“, sagt Neubauer. Letzteres zu lernen sei sehr wichtig. „So können die Schüler ihre Hemmungen abbauen. Nur dann kommen sie an den Informationsständen richtig ins Gespräch“, sagt Sophia Franke, schulische Sozialarbeiterin an der MCS. Und dabei sollen sie auch ordentlich aussehen. „Wir sagen den Schülern vorab, dass sie sich ordentlich anziehen sollen. Bei den Jungen kann es ruhig ein Oberhemd sein“, sagt Neubauer, die schon jetzt eine Idee für die Zukunft hat – „eine direkte Zusammenarbeit mit Firmen, bei denen es zwei Mal pro Jahr eine Betriebsbesichtigung für unsere Schüler gibt“.

Von Stephan Hartung