Liebe Fans, Freunde und Lieblingsfeinde der Robotigers,
ich hatte ja versprochen, nach meinem Ultra-Kurzbericht über Stolzenau noch etwas ausführlicher zu berichten:
Die Ergebnisse kann man unter https://evaluation.hands-on-technology.org/de/score/challenge-2025-26-stolzenau direkt abrufen.
Robot-Game:
Wir fuhren sehr gespannt und mit großen Erwartungen nach Stolzenau. Denn zum ersten Mal habe ich ein Team, welches tatsächlich in der Vorbereitung alle Aufgaben auf dem Tisch gelöst hat. Und darüber hinaus auch einen Ablauf fand, das Ganze in 2,5 Minuten zu bewältigen. Wäre das gelungen, hätten wir 545 Punkte erzielt.
Hat hier jemand etwas von Fahrradketten gerufen? Ich hoffe doch, Ihr kennt den Spruch.
Tatsächlich waren wir nach den drei Vorrunden-Matches mit „nur“ 295 Punkten auf Platz zwei. Knapp hinter dem B-Team von RhsRobotix aus Braunschweig mit 315 Punkten.
Etwas Mathe: Wenn 15mal gewürfelt wird und jedes Mal mit 80% Wahrscheinlichkeit ein Treffer erzielt wird. Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit für 15 Treffer.
Alternativ für 14, 13, 12, …….Treffer? Bin sehr gespannt, wer jetzt auf diese Mail antwortet!
Im Training zu Hause haben wir meistens 440-460 Punkte erzielt. Wir waren also mit Platz zwei bis dahin sehr frustriert und hatten noch seeeehr viel Luft nach oben. Dann kamen wir in die Finalspiele und steigerten uns: 375, 395, 395, 405. Die letzte Punktzahl reichte dann auch für den ersten Platz im Robotgame und somit für den Gewinn eines Pokals.
Die Jury-Session:
Seit zwei Jahren feile ich an einem Konzept, welches die Persönlichkeiten der Schüler besser zur Geltung bringt. Und wie man die Schlüsselbotschaften so präsentiert, dass sie auch wirklich bei den Juroren ankommen.
Ein Beispiel: Alle Teammitglieder haben sowohl Programmier- als auch Konstruktionskenntnisse. Das ist eines der Wertungskriterien. Wenn man jetzt einen stillen Schüler im Team hat, der nur wenig sagt, verliert man zwangsläufig Punkte. Eigentlich sollte das kein Problem sein, denn tatsächlich kann bei uns jeder programmieren und bauen. Aber wenn man das nur einmal irgendwo mitten im Vortrag sagt, bleibt das bei den Juroren leider nicht hängen. Also muss man die Botschaft mehrmals in die Präsentation einbauen.
Mir geht es auch so als Lehrer. Wenn ich einen Sachverhalt nur einmal erkläre, wie viele Schüler haben den Stoff dann wohl verstanden? Also nochmal nochmal nochmal…..
Dazu kommt eine deutliche Entlastung durch meinen Co-Trainer Aleksander, der jetzt auch zum zweiten Mal mitmacht. Vier Augen, vier Ohren, zwei Gehirne, eine Brille und mehr Übungen, als ich es alleine hätte bewältigen können.
Wenn wir schon dabei sind: Ein Lehrer gibt eine Erklärung und hat 25 Schüler vor sich. Die schaffen es mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% die Erklärung zu verstehen und umzusetzen. Wie oft sollte der Lehrer den Stoff erklären? Wir waren also besser vorbereitet denn je. Aber ob das auch die gewünschte Wirkung entfaltet…..?
Ja, hat sie! Wir wurden in allen vier Kategorien nominiert und bekamen noch den Pokal für die beste Forschungs-Präsentation. An dieser Stelle besonderen Dank an die beiden ArchäologInnen vom Landesmuseeum Hannover. Wir wurden Sieger der Herzen und lösten das Ticket für die zweite Runde in Braunschweig.
Gewinner waren die rhsRobotix. Verdienter Dritter mit Ticket nach Braunschweig war das Team TBA aus Lehrte. Das hat uns besonders gefreut, weil wir uns mit TBA angefreundet haben und zukünftig auf Zusammenarbeit hoffen.
Die zweite Runde fand vorgestern statt und wir haben auch die dritte Runde erreicht! Es wird in Kürze ein weiterer Newsletter dazu erscheinen.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Achim Bohl
