Marie Curie Schule zeigt alle ihre Vorzüge

HAZ / Calenberger Zeitung, 31.03.2019 – Von Heidi Rabenhorst

Das umfangreiche Ganztagsangebot und helle Klassenräume begeistern die potenziellen neuen Schüler beim Tag der offenen Tür. Auch die Kooperationspartner dürfen sich präsentieren.

Schulrundgänge, naturwissenschaftliche Experimente, Mitmachaktionen, musikalische Vorführungen und entspanntes Verweilen im Palmengarten: Die Marie-Curie-Schule hat sich am Tag der offenen Tür bei Hunderten Besuchern von ihrer besten Seite gezeigt. Jahr für Jahr strömen etliche angehende Fünftklässler und ihre Eltern zu dem Präsentationstag, um sich über die pädagogischen Angebote zu informieren und einige Stunden MCS-Luft zu schnuppern.

Auch Kooperationspartner zeigen sich

Präsentiert wurden unter anderem Informationen zu den Kooperationspartnern des Ganztagsbetriebs mit seinen mehr als 60 Angeboten, darunter die Feuerwehr die DLRG und das THW. Mehrere Führungen geleiteten die Besucher zu Infoständen, einer Kunstausstellung, einem Bühnenprogramm mit Musik und Tanz sowie zum Imbissstand der Schülerfirma Messerscharf.

„Es ist schon ein Unterschied zu einer kleinen Grundschule“, sagt Melanie Meier, die sich mit ihrem Sohn Felix einen Überblick verschaffen möchte. „Er soll sich das hier mal anschauen und gucken, wo es ihm gefällt.“ Beide waren beeindruckt von dem großen Gebäude. Der zehnjährige Darian testete derweil an einer der Stationen im naturwissenschaftlichen Bereich: das Energiefahrrad. „Man muss kann schön in die Pedale treten, damit beide Lampen leuchten und auch noch das Radio angeht“, sagte er.

„Ich würde gern hier zur Schule gehen. Es gefällt mir gut“, sagte der zehnjährige Kilian aus Benthe. Gemeinsam mit seinem besten Freund Philipp aus Wettbergen unternahm er einen Streifzug durch die Schule. „Mir gefällt vor allem der Palmengarten und die Roboter-AG“, sagte Kilian. Philipp hingegen haben vor allem die hellen, modernen Klassenräume beeindruckt.

Doch nicht nur der Naturwissenschaftsbereich konnte bei den Hunderten Besuchern punkten. „Mir haben die Sportangebote am besten gefallen“, sagte der zehn-jährige Jonathan.

Zweiter Standort in Ronnenberg ist bald Geschichte

Zufrieden über die große Resonanz zeigte sich Schulleiter Kay Warneke. Obwohl die Schüler in der 5. und 6. Klasse zunächst noch den KGS-Standort Ronnenberg besuchen, sei der Tag der offenen Tür am Standort Empelde erfahrungsgemäß bei den Viertklässlern und deren Eltern sehr gefragt. Der Standort Ronnenberg sei jedoch ohnehin bald Geschichte. Der Umzug an den Standort Empelde sei schon beschlossen.

Von Heidi Rabenhorst


Einen weiteren Artikel mit Bildergalerie zum Tag der offenen Tür finden Sie in den Calenberger Online News – con-nect.de


ERASMUS-Programm / Madrid

Eine Woche Erasmus mit vielen Erinnerungen und neuen Freunden

Donnerstag 14.03.2019 Anreisetag

Um 07:20 machten wir uns mit Vorfreude auf den Weg zum Flughafen. Gegen 10 Uhr ging dann der erste Flug nach München und im Anschluss der zweite Flug nach Madrid. Um 16 Uhr wurden wir schon herzlich von unseren Austauschschülern in Velilla aufgenommen. Daraufhin ging es dann erst einmal nach Hause, einige lernten auch schon ihre Gasteltern kennen.
Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon in die Schule zum ersten Kennenlernen. Dort gab es typische spanische Snacks und man konnte sich schon einmal mit den Spaniern und Portugiesen austauschen. Nach einer Stunde gingen alle zusammen nach draußen, um in einen ,,Park“ zu gehen und uns besser kennenzulernen. Irgendwann wurde uns jedoch kalt, da die Tage zwar sehr warm sind, die Nächte aber nicht wärmer als in Deutschland. Danach ging es für jeden anders weiter. Die meisten trafen sich wärmer angezogen zum Essen und gingen dann noch bis um 23:30 in einen Park. Später fielen dann alle erschöpft vom langen Tag ins Bett!

Freitag 15.03.2019 Madrid erkunden

Am nächsten Morgen ging es nach dem ersten gemeinsamen Frühstück mit den Gastfamilien mit dem Bus in Richtung Madrid. Dort ging es dann zunächst erstmal im ,,Spanischem Tempo“ (=sehr langsam) von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Unteranderem besichtigten wir die „Porta del sol“ ,den „Plaza de Mayor“ und vieles mehr. Danach ging es dann zum Picknick in einen Park mit einem anschließenden Quiz über Madrid. In der darauffolgenden Freizeit liefen wir wie verrückt durch Madrid, um etwas zu Essen und das Hard Rock Café zu finden- leider erfolglos. Nach einer kurzen Bootstour auf einem Teich ging es dann auch wieder mit dem Bus zurück nach Velilla. Dort angekommen, trafen sich die meisten warm angezogen in einem Park. Manche von uns trafen dort auch Freunde unserer Austauschschüler und lernten diese kennen. An dem Abend konnte man sich viel mit den anderen Erasmusteilnehmern unterhalten und die ersten Sympathien entwickeln.

Samstag 16.03.19 Freizeitpark

Samstag haben sich alle, die am Austausch beteiligt sind, an der Schule getroffen, um zusammen einen Freizeitpark in Madrid zu besuchen. Das erste Fahrgeschäft, was wir fuhren, war so ähnlich wie eine Schiffschaukel, die sich zusätzlich auch um sich drehte. Danach waren wir in einer Achterbahn, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Im Anschluss war uns trotzdem ziemlich schwindelig. Den Tag haben wir mit dem Fahren weiterer Fahrgeschäfte verbracht. Am Abend trafen wir uns wieder einmal in dem Park, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Sonntag 17.03.19 Freier Tag

Den Sonntag konnten wir als freien Tag mit den Familien, oder mit den anderen Erasmusteilnehmern verbringen. Viele verbrachten den Nachmittag mit ihren Austauschschülern in einer Shoppingmall in der Nähe von Madrid. Den restlichen Abend verbrachten wir wieder in dem Park im Zentrum der Stadt.

Montag 18.03.19 Workshop zum Thema Diskriminierung

Am Montagmorgen trafen sich alle vor dem Rathaus, um sich mit der Bürgermeisterin zu treffen. Nach einer herzlichen Begrüßung auf Spanisch haben wir uns über viele verschiedene Themen, rund um Politik und die Beziehung unserer drei Länder ausgetauscht. Danach haben wir uns im Auditorium der Stadt getroffen und dort unsere vorbereiteten Biografien über bedeutende Menschen der jeweiligen Länder und unsere selbstgedrehten Videos zum Thema Diskriminierung zu sehen und zu diskutieren. Am Nachmittag besuchten wir das Reina Sofia Museum in Madrid und konnten dort sogar Picassos Guernica in echt sehen. Gegen 20 Uhr ging es für alle zurück nach Velilla, wo wir den Abend wie gewohnt im Park ausklingen lassen haben.

Dienstag 19.03.19 Workshop zum Thema Mediation

Zunächst haben wir ein paar Spiele gespielt, um mehr über die Spanier und Portugiesen zu erfahren. Im Anschluss an die Spiele wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt und haben etwas zum Aktiven Zuhören erarbeitet. Nach einer kurzen Pause mit Churros haben wir im großen Plenum etwas über ein Projekt an der spanischen Schule namens „Grumec“ erfahren. Bei dem Projekt geht es darum, Probleme von Schülern untereinander zu klären und eine Lösung für die Situation zu finden. Im Anschluss haben wir 2 Szenen einer Grumec Sitzung dargestellt und analysiert. Anschließend haben wir eine kleine Talentshow veranstaltet, wo jeder etwas vorstellen konnte.

Mittwoch 20.03.19 Toledo

In Toledo angekommen, haben uns die Schüler der spanischen Gruppe eine kleine Rundführung mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gegeben. Nach der Führung konnten wir in kleinen Gruppen die Stadt erkunden und Souvenirs für unsere Familien kaufen. Mittags haben wir uns alle getroffen, um ein Museum des spanischen Malers „El Greco“ zu besichtigen. Im Anschluss hatten wir wieder Zeit, um etwas essen zu gehen oder um Fotos zu machen.

Donnerstag 21.03.19 Abreise

Nach einem tränenreichen Abschied flogen wir am Donnerstagvormittag wieder nach Hause. Wir waren alle sehr geschafft von der Woche, aber auch sehr glücklich über die vielen neuen Erfahrungen und Eindrücke, und darüber neue Freunde gefunden zu haben. Wir freuen uns schon darauf, den Spaniern und Portugiesen im September Hannover zu zeigen!

Falls ihr Lust habt im September einen Gastschüler aufzunehmen und im kommenden Frühjahr mit nach Portugal zu fliegen, dann kommt doch in die Erasmus AG und macht mit!

Die Erasmus AG

Schüleraustausch nach Italien

Ciao a tutti!

Im Valpolicella haben wir eine sehr gute Zeit. Das Wetter ist gut zu uns und die italienischen Familien geben sich viel Mühe, uns einen tollen Aufenthalt zu bereiten. Die Schülerinnen und Schüler hier können teilweise bereits erstaunlich gut Deutsch und wir bringen ihnen noch viel Neues bei; einige italienische Worte beherrschen wir jetzt auch.
Nach Ausflügen nach Verona und zum Gardasee gehts heute nach Venedig. Wir sind gespannt, denn es wird gerade Karneval gefeiert.

A presto!

Umzug der Marie Curie Schule schafft Erleichterung

HAZ / Calenberger Zeitung, 25.02.2019 – Von Uwe Kranz

Mit der Zusammenlegung der Marie Curie Schule in Empelde hat das Pendeln für Schüler und Lehrkräfte ein Ende. Rat soll am 27. Februar die Planungen zum Umzug beschließen.

Quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen sollen die Mitglieder der Ronnenberger Stadtrates in der öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 27. Februar. Teil der Beschlussfassung zum Haushalt der Stadt für 2019 ist der geplanten Umzug des 5. und 6. Jahrgangs der Marie Curie Schule von Ronnenberg nach Empelde. Letztlich wird auf diesem Weg nicht nur die stetig wachsende Raumnot der Grundschule in der Kernstadt gelöst. Die Zusammenführung aller Jahrgänge der KGS am Standort Empelde beendet auch für diese Einrichtung eine Zeit mit vielen Erschwernissen. „Das wird eine wahnsinnige Erleichterung“, stellt Schulleiter Kay Warneke fest.

Der Plan sieht vor, auf dem Gelände der Marie Curie Schule in Empelde mithilfe neuer Räume und gemeinsam genutzter vorhandener Raumkapazitäten alle Jahrgänge der KGS an einem Standort zusammenzuführen. Dafür plant die Verwaltung Kosten in Höhe von 9,4 Millionen Euro bis 2022 ein. Das in Ronnenberg frei werdende Gebäude könnte dann von der benachbarten Grundschule mitgenutzt werden, deren Schülerzahl Prognosen folgend in den kommenden Jahren weiter ansteigen soll. Alle Ausschüsse des Rates haben diesen Planungen bereits zugestimmt.

Damit kann ein deutlich teurerer Bau einer weiteren Grundschule in der Kernstadt an einem zweiten Standort vermieden werden. Die Kosten hierfür waren auf 12,3 Millionen Euro geschätzt worden. Durch Erweiterung auf das Ronnenberger Gebäude der KGS kann die Grundschule ohne Neubau auf bis zu vier Züge im Ganztagsbetrieb erweitert werden.

Aber auch für die Marie Curie Schule lösen sich mit dem Umzug einige Probleme. Rund 60 Kollegen pendelten derzeit ständig zwischen den beiden Standorten, um den Unterricht in den unterschiedlichen Klassenstufen anbieten zu können, erklärt Warneke. Auch Schüler der Jahrgänge 5 und 6 müssten die Distanz von 2,9 Kilometer derzeit noch täglich überwinden, denn die meisten der rund 60 Ganztagsangebote würden am Standort Empelde angeboten.

Im Bewusstsein der spürbaren Vorteile, die der Schulumzug mit sich bringt, habe die Schulleitung bei der Erstellung eines Raumprogramms ganz besonders genau hingeschaut und versucht Synergieeffekte auszunutzen. Damit sollte der Umfang der neu zu errichtenden Räume möglichst gering bleiben, erklärt Ute Lendeckel, Didaktische Leiterin der Schule. Allerdings verliere die KGS durch den Umzug die Sporthallenkapazitäten in Ronnenberg. „Das tut uns am meisten weh“, sagt Warneke.

Der Schulleiter erwartet indes, dass sich die Zusammenlegung zu einer weiteren Standortvorteil entwickeln wird, zumal der üppige Raumgröße in der Marie Curie Schule auch im Anbau beibehalten werden soll. Und diese, so Warneke, habe sich bereits bei Kollegen in anderen Schulen herumgesprochen.

Die Ratssitzung beginnt am Mittwoch um 18 Uhr in der Aula der Marie Curie Schule, Am Sportpark, in Empelde. Für die Vorplanung der Schulzusammenführung soll das Gremium im Haushalt 2019 400.000 Euro einplanen. Die Detailplanung und der Bau, der möglichst im gleichen Zeitrahmen erfolgen soll, wie der Neubau der Grundschule Am Hagen in Empelde, sollen dann nochmal mit 9 Millionen Euro zu buche schlagen.

Von Uwe Kranz

Digitalpakt: Marie Curie Schule bereit für die Umsetzung

HAZ / Calenberger Zeitung, 22.02.2019 – Von Uwe Kranz

Für die Umsetzung des Digitalpaktes muss die Stadt Ronnenberg ein Medienentwicklungskonzept ausarbeiten. KGS-Schuleiter Kay Warneke will deshalb schnell mit den Grundschulen in Kontakt treten.

Nachdem sich Bundestag und Bundesrat am Donnerstag auf einen Kompromiss zum sogenannten Digitalpakt geeinigt haben, kursierten schnell Zahlen, mit wie viel Geld jede Schule deutschlandweit rechnen könnte. Doch diese rechnerisch ermittelten 137.000 Euro pro Einrichtung für die Digistalisierung des Unterrichts kann Kay Warneke, Schulleiter der Marie Curie Schule in Empelde, jetzt nicht einfach verplanen – und das, obwohl die KGS und die Stadt Ronnenberg mit den Vorbereitungen schon weit gekommen sind.

Bevor die Stadt als Schulträger die sachbezogenen Zuschüsse erhält, muss die Verwaltung nämlich ein Medienentwicklungskonzept aller Schulen im Stadtgebiet vorlegen, erklärt Warneke. Vorteil für Ronnenberg: Die Stadt verfügt außer der KGS nur noch über vier weitere Grundschulen, das vereinfacht die Konzepterstellung. Zwar rechnet Warneke nicht vor Sommer 2019 mit der Umsetzung des Paktes, dennoch will er umgehend „die Grundschulen ins Boot holen“. Denn letztlich müsse ein solches Konzept vom Rat der Stadt abgesegnet werden und es gelte alle Fristen einzuhalten. Am Ende soll ein tragendes Konzept für alle Schulformen stehen, so der Schulleiter. Er sehe die Tablets als Möglichkeit an, den Unterricht sinnvoll zu ergänzen.

Eigentlich könnte die Marie Curie Schule schon mit der Digitalisierung des Unterrichtes starten, erklärt Warneke. Bei der Planung sei „alles in Tüten“, sagt er. Selbst das Geld stehe schon zur Verfügung. Seit 2017 habe man auf Investitionen verzichtet, um die nötigen Maßnahmen zu finanzieren. Allerdings: „Wenn wir jetzt in Vorleistung treten, kriegen wir kein Geld mehr aus dem Digitalpakt“, erklärt er. Deshalb müsse nun abgewartet werden. Auf ein Jahr früher und später, käme es aber nicht mehr an, sagt er. „Wir sind froh, dass es überhaupt losgeht.“ Wenn der Startschuss fällt, sei seine Schule aber bereits gut aufgestellt.

Das sieht auch die Stadtverwaltung so. In einer ersten Planung, die Erster Stadtrat Torsten Kölle im Bildungsausschuss vorgestellt hat, rechnete er mit der Einführung von digitalen Endgeräten für den 7. Jahrgang zum Beginn des Schuljahres 2020/2021. Bis dahin müssen allerdings auch andere technische Voraussetzungen geschaffen werden. So benötigt die Marie Curie Schule einen Glasfaseranschluss, einen eigenen Server und ein leistungsfähiges Wlan-Netz. Außerdem sollen die Klassenräume mit Möglichkeiten ausgestattet werden, die Lerninhalte der Tablets gemeinschaftlich zu nutzen. Denkbar wären dazu Bildschirme oder Beamer, sagt Warneke. Elektronische Tafeln, sogenannte Whiteboards, nannte er hingegen „Technologie von vorvorgestern“.

Selbst wenn die Tablets als persönliche Endgeräte der Schüler im Normalfall von deren Eltern angeschafft werden würden, summieren sich die Einrichtungskosten für die Grundtechnik laut Kölles Präsentation auf 121.000 bis 143.000 Euro. Der rechnerische Zuschuss aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern würde dafür auch im schlechtesten Fall fast ausreichen. Allerdings kommen dann auch noch Folgekosten für Wartung und Pflege der Systeme dazu. „Dann sind auch die 137.000 Euro irgendwann zu wenig“, ahnt Warneke.

Von Uwe Kranz

Leuchtturmschule Faustball

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Jugendfaustballerinnen und -faustballer,

Vielleicht sind wir heute Zeugen eines zukünftig historischen Ereignisses. Nämlich einer Jugendehrung im Faustball. Warum historisch? Naja, die Sportart Faustball ist dem Untergang geweiht. Vielleicht gibt es diese Art der Ehrung in einigen Jahren nicht mehr, vielleicht berichten wir unseren Enkelkindern in einigen Jahrzehnten aber auch von unserer Sportart wie unsere Großeltern uns heute vom Schwarzweißfernsehen berichten.
Warum so negativ? Bis in die 80iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war Faustball die Nummer 3 in Sportdeutschland. Nach Sportarten wie Fußball und Handball, aber weit vor den Basketballern und Volleyballern. Das erkennt man noch heute daran, dass man jedem Altersgenossen abseits von Ahlhorn, Wangersen und Bardowick erklären muss, was Faustball ist und wie man diese Sportart eigentlich spielt. Meistens folgt dann auch noch ein „Ah, Faustball. Das hat mein Opa früher auch mal gespielt, glaube ich!“.
In der vergangenen Hallensaison kamen zudem alle sechs Deutschen Meister der U14 bis U18 aus Niedersachsen. U.a. ihr seid heute hier. Was für den Niedersächsischen Faustball und natürlich für euch Jugendliche ein herausragender Erfolg darstellt, verdeutlicht doch auch eindrucksvoll wie schlecht es um die anderen Landesverbände in Faustballdeutschland bestellt ist. Norddeutsche Meisterschaften werden nur noch an einem Tag ausgetragen. Teams aus dem Rheinland und Westfalen sagen ihre Teilnahme mit folgender Begründung ab: „Warum sollten wir zwei Tage unterwegs sein, wenn am Ende ohnehin die Niedersachsen auf dem Podest stehen?“. Das alles und noch viele weitere Beispiele geben Anlass dazu, sich ernsthaft Sorgen um unsere tolle Sportart zu machen.
Doch es besteht Hoffnung. Und vor allem gibt es immer wieder einzelne Leuchttürme, die sich gegen diese Entwicklungen und Tendenzen stellen und an die es anzuknüpfen gilt. So wie das Beispiel der Marie Curie Schule Ronnenberg.
Auf dem ersten Blick scheint die KGS Ronnenberg eine ganz normale Schule zu sein. Etwa 1400 Schülerinnen und Schüler machen sich jeden Morgen um 8:00 Uhr auf den Weg in die Klassenräume. Welche Fächer stehen auf dem Lehrplan? Die üblichen Verdächtigen: u.a. Mathe, Geschichte, Englisch, Politik, Biologie und natürlich Sport.
Und was für Sportkurse werden dort in der Oberstufe so angeboten? Beim Stöbern durch die Wahlliste tauchen die üblichen Verdächtigen auf: Fitness, Schwimmen, Tanzen, Ski und Snowboard, Basketball und Handball. Und dann fällt einem der Sportkurs B3 in die Augen: „Entwickeln einer Sportart: Faustball spielen, Volley spielen“. Faustball spielen? Richtig. Faustball als Sportkurs in der gymnasialen Oberstufe. Nicht nur als AG, sondern so richtig. Mit Noten.

Doch wie konnte es dazu kommen:

Alles fing im Schuljahr 2013/2014 an. Auf Initiative von Andrea Bolte wurde ein Faustballsportkurs in der Sekundarstufe 2 angeboten. Andrea wollte Schülerinnen, die zu diesem Zeitpunkt im TuS Empelde aktiv und erfolgreich Faustball spielten, die Möglichkeit bieten ihre Abiturprüfung im Faustball abzulegen. Einfach war das nicht. Zwar hat Andrea selbst jahrelang Volleyball gespielt, aber bei den Details des Faustballsports war sie auf die Unterstützung der Empelder Trainer angewiesen.
Das große Ziel des Kurses war die Teilnahme an der Schulfaustballbezirksmeisterschaft in Hameln. Die KGS Ronnenberg stellte gleich im ersten Jahr drei Anfängerteams auf die Beine.
Seitdem gibt es jedes Jahr ein Faustballsportkurs in der Sekundarstufe. Mittlerweile sogar in jedem Halbjahr.
Im Jahr 2015 war es dann soweit, zwei Schülerinnen legten sehr erfolgreich ihre Abiturprüfung im Faustball ab. Faustball im Abitur. Wow, wie geil ist das denn?!
Seit dem Schuljahr 2015/2016 gibt es eine Kooperation zwischen der Schule und dem TuS Empelde. Der TuS bietet seitdem im Rahmen des Ganztagsangebotes eine Faustball AG an, aus der auch schon der eine oder andere in den Vereinssport gewechselt hat. Auch in der AG sind die Teilnahme an den Schulfaustballmeisterschaften die großen Highlights.
Im Jahr 2016 gab es auch auf Anregung von Andrea eine Lehrerfortbildung für alle Sportlehrer an der Schule. Seitdem findet Faustball auch regelmäßig im Sportunterricht in der Sekundarstufe 1 statt.
Im Jahr 2017 gab es eine weitere Abiturprüfung. Diesmal von der ersten „Nichtfaustballerin“. Diese hat sich beim Training des TuS gut vorbereitet und ist auch nach ihrer Prüfung weiter mit dabei.
Im Jahr 2018 fand die Schulfaustballmeisterschaft das erste Mal unter der Federführung der KGS in Empelde statt. Die KGS stellte mit 16 Teams die größte Abordnung. Die Vorbereitungen für dieses Jahr laufen bereits auf Hochtouren.

Durch diese und ganz viele weiterer kleiner Bausteine hat sich der Faustballsport an der KGS Ronnenberg etabliert und ist zu einer festen Größe geworden.

Was macht die KGS Ronnenberg also für uns Faustballer so besonders?

  • Regelmäßige Faustballkurse im Sportunterricht, sogar mit Möglichkeit der Abiturprüfung
  • Jährliche Teilnahme an den Schulfaustballbezirks- und Landesmeisterschaften
  • Lehrerfortbildungen
  • Faustball-AG im Ganztagsbetrieb

Das sind – mit Ausnahme der Sportkurse im Abitur – keine außergewöhnlichen Maßnahmen, welche die KGS Ronnenberg gemeinsam mit dem TuS Empelde anbietet, aber in ihrer Vielzahl sind sie doch einzigartig und besonders. Diese Maßnahmen und Angebote leben allerdings von außergewöhnlich engagierten Personen, in diesem Fall Andrea Bolte seitens der KGS Ronnenberg und Maxi und Robert Hüper seitens des TuS Empelde. Ohne das Engagement solcher Personen können solche Projekte nicht angestoßen, umgesetzt und am Leben gehalten werden und das ist nicht hoch genug zu würdigen.
Für dieses Engagement, die Umsetzung und die ständige Weiterentwicklung hat sich die Schule für den Faustballsport in Niedersachsen verdient gemacht und wird mit dem Titel Faustballschule des Jahres 2019 geehrt.
Wir Faustballer – alle die wir hier versammelt sind – brauchen solche sogenannten Leuchtturmschulen wie die Marie Curie Schule in Empelde und wir hoffen deshalb, dass die bisherige Erfolgsgeschichte Faustball erst der Anfang war und noch viele Jahre und Jahrzehnte fortgeschrieben wird.
Was kann jeder von uns hier tun? Liebe Jugendfaustballer, sprecht eure Sportlehrer an. Fragt sie, ob ihr eure Lieblingssportart einmal im Unterricht vorstellen könnt. Glaubt mir, ein Lehrer ist auch nur ein Beamter. Und jeder Sportlehrer ist froh und dankbar sich einmal nicht auf den Sportunterricht vorbereiten zu müssen, sondern euch die Bühne zu überlassen.

Rollstuhlbasketball an der MCS

Bereits zum dritten Mal besuchten Vertreter des Rollstuhlbasketballvereins Hannover United die Marie Curie Schule. Dieses Mal kam mit Eike Gössling der aktuelle Kapitän von Hannover United.

Eine Klasse aus dem 8. Jahrgang sowie der Oberstufensportkurs „Basketball“ durften jeweils in einer Doppelstunde den Basketbällen mit den „Sport-Rollstühlen“ hinterher flitzen und gleichzeitig das Können des Kapitäns bestaunen. Mit jeder Menge Spaß absolvierten die Schülerinnen und Schüler die von Gössling gestellten Aufgaben und Übungen und stellten fest, dass dies gar nicht so leicht ist. Ein Highlight war, als eine Gruppe aus 8 Schülern in einem Spiel auf zwei Körbe gegen Gössling  alleine antraten…und keine Chance hatten.

Anschließend löcherten die Schülerinnen und Schüler den Basketballspieler mit Fragen und erfuhren viele interessante Informationen über den Leistungssport Rollstuhlbasketball. Der Oberstufenkurs war zuvor bereits auf einem Heimspiel der Rollstuhlbasketballer, die 8. Klasse hat dies nach dieser tollen Erfahrung nun auch auf jeden Fall vor.

Sprachstadt 2019

Die im kommunikativen Fremdsprachenunterricht ursprünglich als „Sprachendorf” bekannte Übungs- und Prüfungsmethode wird von dem Fachkollegium Englisch in den Kontext der Großstadt New York verlagert, weil durch die konkrete inhaltliche und situative Einbettung die Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler eine größere Attraktivität erhalten, zumal das Thema „New York“ im 8. Jahrgang in allen Schul-zweigen ein zentrales Thema des Englischunterrichts ist.
In der Realität nachempfundenen Kulissen werden den Lernenden zehn Szenarien/ Situationen angeboten, die sie in Form von kommunikativen Aufgaben (Rollenspiele/ Dialoge) zusammen mit einer Partnerin/einem Partner erfolgreich sprachlich handelnd bewältigen müssen (z.B. auf dem Flohmarkt, im Souvenirladen, bei einer Gastfamilie, im Restaurant).
Die Qualität der sprachlichen – aber auch inhaltlichen – Leistung wird jeweils an den einzelnen Stationen anhand eines Einschätzungsbogens notiert und mündet am Ende in eine Bewertung, die in die sonstigen fachspezifischen Leistungen des Faches eingeht.Die Schüler/-innen der einzelnen Schulzweige haben jeweils eine unterschiedliche Zahl an Situationen bzw. Aufgaben zu bewältigen, wobei sie die Themen und die Reihenfolge weitestgehend selbst wählen können.